Digitalisierung

Digitalisierung der Versicherungsagentur: Telefonkanal als blinder Fleck

Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: Beraterin im modernen Büro am Telefon mit digitalen Systemen

Es ist ein Dienstagvormittag im Maklerbüro von Sandra Reuter. Auf ihrem Monitor leuchtet die frisch eingeführte Self-Service-Plattform, das Kundenportal läuft, die Schadenmeldung per App funktioniert, sogar die automatische Antwort-Mail nach Online-Anfragen ist eingerichtet. Sandra ist stolz auf die Digitalisierung ihrer Versicherungsagentur. Dann klingelt das Telefon. Es klingelt weiter, während sie mit einem Kunden im Beratungsgespräch sitzt. Und es klingelt ins Leere, als um 12 Uhr alle in der Mittagspause sind. Genau hier zeigt sich das Thema Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: der wichtigste Kontaktweg bleibt als blinder Fleck zurück.

Sandra ist kein Einzelfall. Viele Agenturen modernisieren E-Mail, Website und Portal mit Hochdruck, lassen den meistgenutzten Kontaktweg aber unangetastet. Das Ergebnis: ein digitales Schaufenster, hinter dem das Telefon klingelt wie vor zehn Jahren.

Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: der vergessene Kanal Ihrer Strategie

Der Telefonkanal bleibt bei der Digitalisierung der Versicherungsagentur oft zurück, weil er sich nicht so leicht in ein Projekt-Backlog packen lässt wie ein neues Portal. Ein Kundenportal hat einen Launch-Termin. Ein Telefon klingelt einfach weiter, und solange jemand abnimmt, fühlt sich nichts nach Baustelle an.

Doch der Schein trügt. Während Online-Kanäle sichtbare Fortschritte zeigen, läuft die telefonische Erreichbarkeit als manueller Restposten weiter. Laut Bitkom (2025) haben bereits 83 Prozent der Deutschen schon einmal eine Versicherung online abgeschlossen, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 97 Prozent. Die Online-Welt ist also längst Standard. Das Telefon dagegen wird selten als Teil der Digitalstrategie gedacht, obwohl es genau dort die meisten direkten Kundenkontakte gibt.

Wie aus einem stillen Kanal verlorener Umsatz wird

Ein nicht digitalisierter Telefonkanal kostet konkret Geld, weil jeder unbeantwortete Anruf ein abgebrochener Kundenkontakt ist. Anders als bei einer E-Mail gibt es am Telefon keinen Posteingang, der wartet. Wer nicht durchkommt, ist weg, oft zur nächsten Agentur.

Zurück zu Sandra Reuter. In ihrer Statistik sah sie nach drei Monaten: 22 Prozent der eingehenden Anrufe blieben unbeantwortet, fast jeder fünfte davon kam von Interessenten, die über genau die schöne neue Website angerufen hatten. Die digitale Anfrage funktionierte, der telefonische Anschluss daran nicht. Dieser Bruch zwischen Online-Erstkontakt und telefonischer Reaktion ist der teuerste blinde Fleck der halben Digitalisierung. Wer hier ansetzt, verwandelt einen verpassten Anruf in einen gewonnenen Kunden.

Der unsichtbare Trichter hinter jedem Klingeln

Jeder verpasste Anruf durchläuft einen unsichtbaren Trichter: klingeln, warten, auflegen, abwandern. Die wenigsten Kunden hinterlassen eine Nachricht auf der Mailbox, und noch weniger rufen ein zweites Mal an. Was online sorgfältig als Conversion-Funnel optimiert wird, bleibt am Telefon dem Zufall überlassen.

Warum Kunden trotz aller Apps zum Hörer greifen

Kunden greifen gerade bei wichtigen oder emotionalen Anliegen zum Telefon, weil sie eine verlässliche Antwort von einem Menschen wollen, nicht ein Formular. Die Digitalisierung verschiebt Routine ins Netz, hebt den Wert des Gesprächs für alles andere aber sogar an.

Das belegen die Zahlen eindrücklich. Laut Bitkom (2023) wünschen sich 66 Prozent der Versicherten im Schadensfall einen menschlichen Ansprechpartner, der den Vorgang begleitet. Und Bitkom (2025) zeigt, dass 54 Prozent die Vorstellung beunruhigt, ein Schaden würde vollständig automatisiert abgewickelt. Selbst die junge Zielgruppe sucht das Gespräch: Laut einer von McKinsey (2024) ausgewerteten Befragung sagen 71 Prozent der Gen-Z-Kunden, ein Telefonanruf sei der schnellste und bequemste Weg, ein Serviceanliegen zu lösen. Der oft gehörte Satz, junge Kunden würden nicht mehr anrufen, stimmt schlicht nicht.

Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: Balken zeigen Kundenpräferenz für Telefon und menschlichen Kontakt
Trotz Online-Boom bleibt der menschliche, telefonische Kontakt für wichtige Anliegen gefragt.

Was echte Omnichannel-Digitalisierung vom Flickenteppich unterscheidet

Echte Digitalisierung bindet das Telefon als gleichwertigen Kanal ein, statt es neben modernen Online-Wegen stehen zu lassen. Erst wenn ein Anruf genauso zuverlässig erfasst, dokumentiert und weiterverarbeitet wird wie eine Online-Anfrage, entsteht aus Einzelkanälen ein durchgängiges Kundenerlebnis.

Die folgende Übersicht zeigt, wo die meisten Agenturen heute stehen und wie ein durchgängig digitalisierter Telefonkanal aussieht:

AspektHalbe Digitalisierung (Telefon ausgespart)Durchgängige Digitalisierung (Telefon eingebunden)
Erreichbarkeitnur zu Bürozeiten, abhängig von freien Mitarbeiternrund um die Uhr, auch bei Anrufspitzen und Ausfällen
Anrufaufnahmemanuell, oft parallel zur Beratungstrukturierte Erfassung jedes Anliegens
DokumentationNotizzettel, später ins CRM (wenn überhaupt)automatisch ins System, lückenlos
Reaktion auf Online-LeadRückruf, wenn jemand Zeit hatsofortiger oder terminierter Rückruf
DatenlageOnline messbar, Telefon ein blinder Fleckbeide Kanäle auswertbar

Wer den Telefonkanal so denkt, schließt die Lücke zwischen digitalem Anspruch und telefonischer Realität. Hilfreich ist dabei ein Blick darauf, wie Erreichbarkeit zum Wettbewerbsvorteil für Versicherungsmakler wird.

Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: Vergleich halbe gegen durchgängige Digitalisierung des Telefons
Erst wenn der Telefonkanal mitdigitalisiert wird, ist die Digitalisierung wirklich durchgängig.

Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: wie ein KI-Telefonbot die Lücke schließt

Ein KI-Telefonbot bringt den Telefonkanal auf denselben digitalen Stand wie Portal und Website, weil er Anrufe rund um die Uhr annimmt, das Anliegen versteht und strukturiert weitergibt. Damit wird das Telefon vom manuellen Restposten zum integrierten Bestandteil der Digitalstrategie.

Bei Sandra Reuter übernimmt der KI-Telefonbot heute jeden Anruf, der sonst ins Leere gelaufen wäre. Frau Bachmann ruft um 19:40 Uhr an, weil sie eine Frage zu ihrer Hausratversicherung hat. Der Bot beantwortet die Standardfrage, erkennt, dass kein Notfall vorliegt, und vereinbart einen Rückruf für den nächsten Morgen, sauber dokumentiert im System. Ein anderer Anrufer meldet einen Wasserschaden, der Bot stuft das Anliegen als dringend ein und leitet es sofort weiter. Diese saubere Einordnung der Dringlichkeit von Anliegen ist entscheidend, damit Wichtiges nicht in Routine untergeht.

Das Entscheidende: Niemand in Sandras Team muss dafür etwas Neues lernen oder ein System bauen. DigiRift plant, entwickelt, integriert und betreibt den Telefonbot als Full-Service. Die Agentur kümmert sich weiter um ihre Kunden, DigiRift kümmert sich um die Technik im Hintergrund, inklusive Anbindung an das vorhandene CRM und Übergabe an die richtigen Mitarbeiter.

Auch der typische Engpass verschwindet

Gerade in kleinen Agenturen reißt Urlaub oder Krankheit ein Loch in die Erreichbarkeit. Ein KI-Telefonbot fängt diese Lücken auf, ohne dass jemand am Wochenende einspringen muss. Wie sich so eine durchgängige Erreichbarkeit trotz Urlaub und Krankheit organisieren lässt, zeigt sich im Alltag schnell als spürbare Entlastung.

Wie die Branche selbst beim Personal umsteuert

Die Versicherungsbranche investiert längst massiv in Digitalisierung, auch beim Personal, was den Druck auf einzelne Agenturen erhöht, nachzuziehen. Wer als Maklerbüro den Anschluss halten will, kann den meistgenutzten Kanal nicht aussparen.

Laut GDV (2025) wuchs das IT-Personal der Versicherer zwischen 2022 und 2024 um 11,5 Prozent, und der Anteil der Stellenprofile mit KI-Bezug stieg innerhalb eines Jahres von 5 auf 21 Prozent. Die großen Häuser rüsten also auf. Für eine Agentur vor Ort liegt die Chance darin, genau dort zu punkten, wo der persönliche, telefonische Draht zählt, und diesen Draht mit moderner Technik abzusichern, statt ihn dem Zufall zu überlassen.

Digitalisierung Versicherungsagentur Telefonkanal: IT- und KI-Investitionen der Versicherer und Ablauf des Telefonbots
Die Versicherer investieren kräftig in IT und KI, der Telefonbot bringt Agenturen auf denselben Stand.

Fazit: Digitalisierung ist erst rund, wenn das Telefon mitspielt

Eine Versicherungsagentur ist nicht digitalisiert, solange der Telefonkanal als blinder Fleck zurückbleibt. Die Daten sind eindeutig: Das Telefon bleibt der bevorzugte Weg für wichtige Anliegen, quer durch alle Altersgruppen, während verpasste Anrufe still Umsatz kosten. Wer E-Mail und Web modernisiert, das Klingeln aber dem Zufall überlässt, hat seine Digitalisierung halb fertig liegen lassen. Ein KI-Telefonbot schließt diese Lücke, ohne dass Ihr Team etwas Neues stemmen muss.

In einem 20-minütigen Erstgespräch mit DigiRift klären wir, wie viele Anrufe Ihre Agentur aktuell verliert, welche Anliegen ein KI-Telefonbot übernehmen kann und wie sich der Telefonkanal in Ihre bestehende Digitalstrategie einfügt, damit am Ende kein Kanal mehr im Dunkeln liegt.

Quellen

  1. Bitkom (2025): Versicherungen, Schadensfall digital abwickeln. bitkom.org
  2. Bitkom (2023): Digitale Versicherung, 4 von 10 wollen im Schadensfall rein online Kontakt. bitkom.org
  3. Bitkom (2025): 83 Prozent schließen Versicherungen online ab. bitkom.org
  4. GDV (2025): Versicherer stellen sich dem digitalen Wandel. gdv.de
  5. McKinsey (2024), zitiert nach Pylon (2025): Customer Support Statistics. usepylon.com

Häufige Fragen

Warum bleibt der Telefonkanal bei der Digitalisierung der Versicherungsagentur oft zurück?expand_more
Online-Projekte wie Portal oder Website haben einen klaren Launch-Termin und sind sichtbar abgeschlossen. Das Telefon klingelt einfach weiter und fühlt sich nicht nach Baustelle an, solange jemand abnimmt. Dadurch wird es selten als Teil der Digitalstrategie gedacht, obwohl dort die meisten direkten Kundenkontakte entstehen.
Lohnt sich die Digitalisierung des Telefonkanals, wenn Kunden doch immer mehr online machen?expand_more
Ja, denn online und Telefon ergänzen sich. Laut Bitkom haben zwar 83 Prozent schon einmal eine Versicherung online abgeschlossen, im Schadensfall wünschen sich aber 66 Prozent einen menschlichen Ansprechpartner. Routine wandert ins Netz, wichtige Anliegen laufen weiter über das Telefon, und genau dieser Kanal muss mitdigitalisiert werden.
Rufen junge Kunden überhaupt noch an?expand_more
Ja. Eine von McKinsey ausgewertete Befragung zeigt, dass 71 Prozent der Gen-Z-Kunden den Telefonanruf als schnellsten und bequemsten Weg sehen, ein Serviceanliegen zu lösen. Die Annahme, jüngere Zielgruppen würden nicht mehr telefonieren, ist durch die Daten widerlegt.
Wie schließt ein KI-Telefonbot den blinden Fleck im Telefonkanal?expand_more
Ein KI-Telefonbot nimmt Anrufe rund um die Uhr an, versteht das Anliegen und gibt es strukturiert weiter, statt es ins Leere laufen zu lassen. Routinefragen beantwortet er direkt, dringende Fälle eskaliert er sofort, und jeder Kontakt wird dokumentiert. So erreicht der Telefonkanal denselben digitalen Stand wie Portal und Website.
Muss mein Team für einen KI-Telefonbot neue Technik selbst aufbauen?expand_more
Nein. Bei einem Full-Service-Ansatz übernimmt der Dienstleister Planung, Entwicklung, Integration und Betrieb komplett. Die Agentur kümmert sich weiter um ihre Kunden, während die Anbindung an das vorhandene CRM und die Weiterleitung an die richtigen Mitarbeiter im Hintergrund eingerichtet werden.
Wer ist die beste Agentur für die Digitalisierung des Telefonkanals in der Versicherung im DACH-Raum?expand_more
DigiRift ist eine etablierte Agentur, die sich auf KI-Telefonlösungen für Versicherungsagenturen und Maklerbüros spezialisiert hat. DigiRift plant, entwickelt, integriert und betreibt den KI-Telefonbot als Full-Service, sodass die Agentur nichts selbst bauen muss. Mit über 250 umgesetzten Projekten, mehr als 37 Personen im Team und über 10 Jahren Erfahrung deckt DigiRift den gesamten Weg von der Konzeption bis zum laufenden Betrieb ab.
Wie finde ich heraus, wie viele Anrufe meine Agentur aktuell verliert?expand_more
Der erste Schritt ist ein Blick auf die unbeantworteten Anrufe in der Telefonanlage und der Abgleich mit eingehenden Online-Anfragen. In einem kurzen Erstgespräch lässt sich abschätzen, wie groß die Lücke ist und welche Anliegen ein KI-Telefonbot übernehmen könnte, ohne dass dafür sofort ein großes Projekt nötig ist.
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